{"id":37,"date":"2008-07-08T22:08:58","date_gmt":"2008-07-08T20:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/agitationfree.com\/?page_id=37&#038;langswitch_lang=en"},"modified":"2016-04-19T19:51:10","modified_gmt":"2016-04-19T17:51:10","slug":"burghard-rausch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/agitationfree.com\/en\/musiker\/burghard-rausch\/","title":{"rendered":"Burghard Rausch"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-en\">Sorry, this entry is only available in <a href=\"https:\/\/agitationfree.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>.<\/p><p>Burghard Rausch wurde in Berlin-Sch\u00f6neberg geboren und wuchs in Berlin-Steglitz \u2013 zwischen der Schlo\u00dfstr, dem \u201cSommerbad am Insulaner\u201c, dem Fichteberg und dem legend\u00e4ren \u201cTitania-Palast\u201c auf. Vom Balkon der elterlichen Wohnung hatte er einen guten Einblick auf den K\u00fcnstler-Eingang dieses \u201cTitania-Palastes\u201c. Seine erste Band, \u201cThe Rolling Coins\u201c gr\u00fcndete der Schlagzeuger allerdings in Berlin-Zehlendorf \u2013 im dortigen \u201cNachbarschaftsheim Mitte\u201c in der Mitte der 60er. Die Gruppe hatte sich auf das Covern der englischen Charts verlegt und war auf die Songs der \u201cRolling Stones\u201c, \u201cPretty Things\u201c, \u201cManfred Mann\u201c und vor allem der \u201cKinks\u201c spezialisiert. Aber leider zerfiel das semi-professionelle Quintett aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Schon damals war er ein Radio-Fan, h\u00f6rte das englische Programm von \u201cRadio Luxemburg\u201c, die alliierten Soldatensender \u201cAFN\u201c und \u201cBFN\u201c (sp\u00e4ter \u201cBFBS\u201c) und ausgesuchte Sendungen von \u201cRIAS Berlin\u201c und dem \u201cSFB\u201c. Bereits in den 60ern begann er Schallplatten zu sammeln, eine Sucht, die ihn bis heute nicht losl\u00e4sst, und absolvierte eine Ausbildung in Geh\u00f6rbildung, Harmonielehre, Rhythmik und Komposition. Zus\u00e4tzlich begann er eine Karriere als DJ in sogenannten \u201cprogressiven Discotheken\u201c (\u201cClosed Eye\u201c, \u201cSun\u201c, \u201cPark\u201c, \u201cTakt\u201c, \u201cSound\u201c) die ihn letztlich 1974 (durch Initiative von Walter Bachauer) zum Radio f\u00fchrten<\/p>\n<p>Im \u201cBeat-Studio\u201c, von Agitation Free initiiert und von Thomas Kessler geleitet, avancierte er auf Empfehlung von Klaus Schulze, f\u00fcr den ausgestiegenen Christoph Franke, zum neuen  Schlagzeuger und Percussionist der Band. Fast zeitgleich gr\u00fcndete er mit Agitation Free-Bassist Michael \u201cFame\u201c G\u00fcnther und dem (inzwischen) australischen Superstar Richard Clapton das kurzlebige Rocktrio \u201cSopwith Camel\u201c<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1972 erm\u00f6glichte das \u201cGoethe-Institut\u201c Agitation Free Auftritte in \u00c4gypten, Libanon, Zypern und Griechenland. Weitere unz\u00e4hlige Konzerte und etliche Frankreich-Tourneen verschafften Agitation Free in ganz Europa einen gro\u00dfen Bekanntheitsgrad. Zus\u00e4tzliche Live-H\u00f6hepunkte waren die Auftritte beim Kulturprogramm der Olympischen Sommerspiele in M\u00fcnchen im Sommer 1972, beim Festival \u201cGerman Rock Super Concert\u201c in Frankfurt ein Jahr sp\u00e4ter, beim renommierten \u201cWarschauer Herbst\u201c und Portraits, H\u00f6rspiele und Live-Konzerte der Gruppe, die der \u201cWDR\u201c und der \u201cSFB\u201c ausstrahlten. Durch ihre Alben mit ihren faszinierenden Klanggeweben und musikalischen Einfl\u00fcssen aus aller Welt wurden sie so zu Vorreitern der heutigen \u201cWorldmusic\u201c.<br \/>\n1974 strebten die musikalischen Interessen der einzelnen Musiker zu sehr auseinander, so dass sich Agitation Free nach einem Abschiedskonzert aufl\u00f6ste. Trotzdem brach der Kontakt zu den ehemaligen Mitmusikern nie ab, auch weil Rausch durch seinen Job weiterhin der Musikszene (wenn auch von der anderen Seite) eng verbunden blieb.<br \/>\nDenn in der Zwischenzeit hatte er beim \u201cRIAS-Berlin\u201c ein journalistische Volont\u00e4rt\u00e4tigkeit absolviert und moderierte unz\u00e4hlige Jugend-, Musik- und Spezial-Sendungen (\u201cRIAS-Treffpunkt\u201c, \u201cZeitklang\u201c, \u201cRock Over RIAS\u201c). Zus\u00e4tzlich arbeitete er als Autor bei Berliner Stadtmagazinen. Seit dieser Zeit verehrt und achtet er Vorbilder und Lehrmeister wie John Peel, Dave Rodigan, Wolfgang Kraesze, Olaf Leitner, Peter Frankenfeld<\/p>\n<p>Damit nicht genug, lockte ihn wieder die B\u00fchne. Gemeinsam mit Ralf \u201cTrotter\u201c Schmidt (b), Georg H\u00fclsmann (g) und Lutz Walzberg (voc, g) gr\u00fcndete er \u201cBel Ami\u201c. Eine Band die (vielleicht ihrer Zeit voraus) treibenden Heavyrock mit deutschen Texten propagierte. Nebenbei betrieben Walzberg, H\u00fclsmann und Rausch mit \u201cGranny Smith\u201c noch eine \u201cStatus Quo\u201c-Coverband, die es immerhin bis in das Vorprogramm des ersten Berlin-Konzertes von \u201cAC\/DC\u201c im legend\u00e4ren \u201cKant-Kino\u201c schaffte<br \/>\nGleich das \u201cBel Ami\u201c-Deb\u00fct \u201cBerlin Bei Nacht\u201c (jetzt mit Arno Koch f\u00fcr Schmidt und dem ex-\u201cMade In Germany\u201c-Gitarristen Hartmut \u201cHacki\u201c Werk f\u00fcr H\u00fclsmann) avancierte zum Kultalbum \u2013 auch wenn es nach einem Rechtsstreit in einer zweiten Version erscheinen musste.<br \/>\nLive-H\u00f6hepunkte war ein Auftritt beim \u201cEaster Rock Festival\u201c (Ostern 1980) in der Berliner Deutschlandhalle \u2013 gemeinsam mit \u201cRockpile\u201c, \u201cThe Flaming Groovies\u201c, \u201cThe Cramps\u201c und \u201cThe Police\u201c, im Mai 1980 beim \u201cBerliner Rock Zirkus\u201c (mit \u201cIdeal\u201c, \u201cPVC\u201c, \u201cTempo\u201c und \u201cZ\u201c), bei einem Festival vor dem Berliner Reichstag vor ca. 100.000 Besuchern, einem Festival in der ausverkauften legend\u00e4ren Waldb\u00fchne (mit \u201cIdeal\u201c, \u201cInterzone\u201c u.a.) und ein Auftritt beim \u201cRadio Bremen-Musikladen # 86\u201c am 03.Mai 1984 (neben Limahl, Bonnie Tyler und \u201cFrankie Goes To Hollywood\u201c).<\/p>\n<p>Obwohl das zweite Album \u201cGro\u00dfstadtmelodie\u201c vom englischen Produzenten Simon Heyworth produziert worden war, blieben die Verkaufszahlen etwas hinter den Erwartungen zur\u00fcck. Durch den ehemaligen \u201cFrizz\u201c-S\u00e4nger Rudy J\u00fcrs erweiterte sich \u201cBel Ami\u201c zwar zum Quintett, orientierte sich wahrscheinlich aber zu sehr am internationalen Power-Pop-Trend \u2013 ein Schwenk, der Mitte der 80er zum Ende der Band f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Burghard Rausch konzentrierte sich nun endg\u00fcltig aus seine journalistische Laufbahn und ver\u00f6ffentlichte 1986 mit dem Moderatoren-Kollegen Joachim Deicke das Buch \u201cStationen \u2013 Die Trends der Rock-Epoche\u201c und ging Anfang 1987 als Musikredakteur zu Radio Bremen und der im Aufbau befindlichen Rock-College-Alternative-Welle \u201cRadio Bremen 4\u201c, auch weil er ma\u00dflos von der wachsenden Zahl der  Formatradios gelangweilt war, die alle gleich \u00f6de klangen. Er war mit beim Aufbau eines Rock-Pop-Musikprogramm, eines computergest\u00fctzten Musikarchivs ebenso dabei, wie bei der Moderation von Musiksendungen und Magazinen, der Pr\u00e4sentation und Durchf\u00fchrung von Au\u00dfen- und Live-\u00dcbertragungen und der Koordination von sogenannten Off-Air-Veranstaltungen. Bei \u201cRadio Bremen\u201c arbeitete er zus\u00e4tzlich vier Jahre lang als Moderator und Redakteur der Musik-TV-Sendung  \u201eAbsolut Live\u201d auf N3 (Radio Bremen) Ende der 90er.<\/p>\n<p>Weitere Engagements waren die Moderationen eines w\u00f6chentlichen Rockmusik-Magazins f\u00fcr den Sender \u201cDT 64\u201c Anfang der 90er und die Pr\u00e4sentation einer Rocknacht-Sendung f\u00fcr \u201cRadio Eins\u201c vom \u201cRBB\u201c.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich arbeitete er (gemeinsam mit Christina Graf) als Co-Autor am \u201cRockmusiklexikon\u201c, da\u00df in vier B\u00e4nden (mit \u00fcber 4.000 Seiten) bei Fischer erschienen ist. Inzwischen gibt es eine von Rausch alleine verfasste aktualisierte Neuausgabe.<\/p>\n<p>Bei \u201cRadio Bremen\u201c wechselte er erst zur legend\u00e4ren \u201cHansawelle\u201c und ist jetzt fester Bestandteil der Musikredaktion und des Moderations-Teams des kooperierten Kultur-Programms \u201cNordwestRadio\u201c vom \u201cNDR\u201c und \u201cRadio Bremen\u201c \u2013 u.a. mit einer w\u00f6chentlichen Rocksendung.<\/p>\n<p>Trotz allem, hat ihn das Musikmachen nie losgelassen. Als 2002 der Ruf von Tom \u201cThe Perc\u201c Redecker kam, ob er nicht bei einigen Songs der \u201cElectric Family\u201c einsteigen wolle, gab es kein Z\u00f6gern. Alleine die Aussicht mit Rolf Kirschbaum (\u201cPachinko Fake\u201c), Hermann Lammers-Meyer (\u201cEmsland Hillbillies\u201c), Ben Schadow (\u201cBernd Begemann &amp; Die Befreiung\u201c), Carlo van Putten (\u201cThe Convent\u201c), Ingo Yorck und Rainer Kirchmann (beide ex-\u201cPankow\u201c), Tex Morton (ex-\u201cLolitas\u201c), Volker Kahrs (ex-\u201cGrobschnitt\u201c), Ulla Meinecke u.v.a. handgemachte Musik, Hippie-\/Psychedelic-Elementen mit Krautrock, Country und Folk zu einem gro\u00dfen Ganzen zu vereinen, war unwiderstehlich. So ist Rausch auf den letzten beiden Alben der \u201cElectric Family\u201c \u2013 \u201cIce Cream Phoenix\u201c und  \u201cRoyal Hunt\u201c als Schlagzeuger zu h\u00f6ren<\/p>\n<p>1998 \u2013 fast 25 Jahre nach der Trennung von Agitation Free \u2013 fanden sich vier der Mitglieder der 74er Besetzung auf der B\u00fchne des Berliner Tr\u00e4nenpalastes zu einem spontanen Gig zusammen und beschlossen mit einem neuen Album dort anzukn\u00fcpfen, wo sie damals aufgeh\u00f6rt hatten. Unter der Produktions-Leitung von Bernd \u201cPotsch\u201c Potschka (ex-\u201cSpliff\u201c) entstand 1999 das Reunion-Album \u201cRiver Of Return\u201c. Fast schien diese Reunion als einmalige Aktion wieder einzuschlafen, als 2006 die Einladung aus Japan eintraf, dort Konzerte zu spielen. Also machten sich Anfang 2007 die Ikonen der deutschen Rockmusik in der 74er Originalbesetzung auf, um mehrer umjubelte Konzerte in Japan zu absolvieren.<\/p>\n<p>Und 2008 erscheinen alle sechs Agitation Free-Alben neu aufbereitet, akustisch verbessert und grafisch zeitgem\u00e4\u00df gestaltet \u2013 mit viel Bonusmaterial bei SPV.<\/p>\n<p>What next???????<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.Burghard Rausch wurde in Berlin-Sch\u00f6neberg geboren und wuchs in Berlin-Steglitz \u2013 zwischen der Schlo\u00dfstr, dem \u201cSommerbad am Insulaner\u201c, dem Fichteberg und dem legend\u00e4ren \u201cTitania-Palast\u201c auf. Vom Balkon der elterlichen Wohnung hatte er einen guten Einblick auf den K\u00fcnstler-Eingang dieses \u201cTitania-Palastes\u201c. 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